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12. Dez. 2022

E-Health Trends 2023

E-Health Trends 2023

Wir stehen aktuell am Beginn einer neuen Welle an Innovationen in der Gesundheitsbranche. Bereits bekannte Gesundheitslösungen wie Fitnesstracker werden dabei durch Mobile Health sowie Tools, die mit Artificial Intelligence oder Biomedical Engineering arbeiten, ergänzt. Die neuen Entwicklungen haben das Potenzial, die Industrie rund um E-Health und Medizin in den kommenden Jahren zu revolutionieren.

Artificial Intelligence

Schon in den vergangenen Jahren ist die Anzahl der Entwicklungen im Bereich AI stark angestiegen, ein Trend, der sich auch in Zukunft fortsetzen wird. Dabei geht es vor allem um das Sammeln, Analysieren und Verwerten von relevanten, individuellen, gesundheitsbezogenen Daten.

Zahlreiche Anwendungsbereiche finden sich im gesamten Gesundheitswesen - Orientierung von Patient:innen, Arzneimittelentwicklung, computerunterstützte Chirurgie, epidemiologische Prävention oder Diagnoseunterstützung durch virtuelle Assistenz.

Mit Letzterem beschäftigt sich ein junges und innovatives Start-up in der steirischen Hauptstadt Graz. „Medaia“ hat es sich zum Ziel gemacht, die Möglichkeiten in der Dermatologie mithilfe von KI zu verbessern und Hautärzt:innen bei der optimalen Betreuung ihrer Patient:innen zu unterstützen. Die App „Skinscreener“ unterstützt dabei Allgemeinmediziner:innen und Dermatolog:innen bei der Unterscheidung zwischen gut- und bösartigen Hautveränderungen. Hautläsionen werden mit der App über die Kamera des Smartphones gescannt. Durch sofortige Risikobewertung der Wahrscheinlichkeit einer bösartigen Hauterkrankung, werden die User:innen bei Auffälligkeiten dazu aufgefordert eine Arztpraxis aufzusuchen.

Künstliche Intelligenz kann also die Patient:innenvorsorge revolutionieren. Doch wie funktioniert das? KI Algorithmen können große Datenmengen extrem schnell und mit hoher Genauigkeit verarbeiten und nach Auffälligkeiten, Abweichungen und Gemeinsamkeiten suchen. Deshalb funktioniert das System optimal bei repetitiven Aufgaben wie der Bildanalyse.

Health Data Security

Die Digitalisierung der Organisation von Gesundheitsdaten wird von Patient:innen im Allgemeinen gut angenommen. Es sorgt für Effizienz und steigert so die Qualität der Versorgung. Jedoch ist Vertraulichkeit und Sicherheit unumgänglich, um digitale Gesundheitslösungen zu etablieren. Um auf die Risiken der Cybersicherheit einzugehen, reicht es nicht, die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Vielmehr muss ein hohes Schutzniveau gewährleistet werden.

Für den Austausch medizinischer Daten empfiehlt sich die Verwendung von Fast Healthcare Interoperability Resources (FIHR). Dabei handelt es sich um einen neuen Standard, der den Datenaustausch zwischen Softwaresystemen im Gesundheitswesen unterstützt. Das Ziel von FIHR ist es, ortsunabhängig, einrichtungs- und sektorübergreifend zu kommunizieren und die eigenen Daten für die Patient:innen transparenter zu machen. Es soll Kompatibilität bei der Integration der Werte in alle Programme, die im stationären und ambulaten Gesundheitsbereich Verwendung finden, erreicht werden.

Vorbildhaftes Beispiel für den Anwendungsbereich von FIHR ist die „MyHealthDiary“ App. Mit ihrer Hilfe können gesundheitsrelevante Termine und Daten wie Blutdruck, Puls, Blutzucker, Gewicht und Körpertemperatur schnell und sicher auf dem Smartphone erfasst werden und an das medizinische Personal im Gesundheitswesen weitergeleitet werden.

Biohacking und Selbstoptimierung

Ein weiterer, beobachtbarer, aktueller Trend besteht im „Biohacking“ – dem Streben nach Selbstoptimierung. Biohacker:innen wollen zur bestmöglichen Version ihrer selbst werden, die Leistungsfähigkeit verbessern, die eigene Lebenszeit verlängern und den Gesundheitszustand optimieren. Erreicht wird dies durch die Säulen des Biohackings - Ernährung, Routinen und Verhaltensweisen, die auf die Bedürfnisse des Körpers eingehen, wie Schlaf oder Kälteexposition und dem genauen Tracking der eigenen Gesundheitsdaten.

Viele Biohacker:innen greifen bei letzterem beispielsweise auf eine DNA Analyse zurück, um genaue Informationen darüber zu erhalten, welche Nährstoffe sie benötigen und in welchen Nahrungsmitteln diese enthalten sind.

Das Start-up „Smartmelts“ rund um „MyDigitalTwin“ hat es sich zur Mission gemacht, diese Informationen jeder, an Biohacking interessierten Person, zugänglich zu machen. Es wurde ein neuartiges Tool kreiert, das personalisierte Tipps, auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse, geben kann. User:innen bekommen im ersten Schritt ein DNA-Analyse-Kit zugesandt. Eine Webapplikation wird mit den Werten daraus gefüttert und stellt Empfehlungen und Tipps für Ernährung und Verhaltensweisen basierend auf den Ergebnissen der Analyse mittels eines eigenen digitalen Zwillings dar.

Fazit

Der Gesundheitssektor befindet sich im Umbruch. Gerade die Covid-19 Pandemie hat uns gezeigt, wie wichtig Gesundheit allgemein, und eine Digitalisierung des Bereiches im Speziellen, ist. Patient:innen sind mit der Digitalisierung in unterschiedlichen Lebensbereichen vertraut und verlieren zunehmend die Skepsis, sich auch bei Gesundheitsthemen vermehrt auf digitale Lösungen zu verlassen. Das öffnet den E-Health Start-ups und der Forschung viele Türen und das Potenzial für digitale Innovationen in Zukunft ist groß.

Quellen: https://www.fticonsulting.com/insights/articles/nine-digital-health-trends-c-suite-watch https://skinscreener.com/blog/ki-in-der-dermatologie https://www.brain-effect.com/magazin/was-ist-biohacking https://www.redbull.com/ch-de/theredbulletin/dna-analyse-app-mydigitaltwin-im-portraet


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